2016-08-07

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Zelter 31.03.1820 (334)



335. An Zelter 31.03.1820

Beikommendes Heft mag ich gern gleich fortschicken, und ich will es nicht ohne Wort und Gruß versenden. Ich hoffe, daß einiges auf diesen Bogen Dir gemütlich sein und Dich anregen solle, es in Deine Kunstsprache zu übersetzen: denn das wohlgesehene Besondere kann immer für ein Allgemeines gelten. Ich benutze die Zeit, so gut ich kann, arbeite vor zu einem Bändchen »Aus meinem Leben«, zu einem fernem Heft von »Kunst und Altertum« sowie zur »Naturwissenschaft«; dadurch find’ ich eine so nötige als nützliche Abwechselung, ohne mich zu zerstreuen, und es bleibt doch zuletzt von den tausenderlei Gedanken etwas auf dem Papier fixiert, was andere wieder unterhält, aufmuntert und belebt. Soviel für diesmal; möge ich bald von Dir hören.

Treulichst verbunden 

Weimar, den 31. März 1820. G.

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