18.09.2016

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Goethe 13.08.1822 (396)





396. An Goethe 13.08.1822

Berlin, 13. August 1822. 

Endlich kommt Dein lieber Brief vom 8. dieses aus Eger mit der schönen Verheißung Deiner neuestgedruckten Sachen, worauf ich mich längst freue. Das letzte Heft der »Morphologie« habe noch gar nicht ganz gesehen.

Durch die Abschriften meiner Reisebegebenheiten machst Du mir in der Tat ein Geschenk, wie ich mich damit interessiert, ja interessant finde, wenn auch mein Geschreibe Dir mehr als billig gefiele. Ein so kurzer Aufenthalt an fremden Orten mag wohl eine Ansicht geben; die Einsicht magst Du dazu tun, da Du einmal willst vorlieb nehmen.

Sollte aber Dein Schreiber einmal eine bessere Stunde mehr haben, so sei so gut, mir »Shakespeare und kein Ende« auf ein mäßiges Oktavblatt kopieren zu lassen, sintemal ich in genanntem Formate schon ein Konvolut solcher Einzelnheiten von Dir besitze.

Lese ich jenen Dichter so wie Dich, so kommt mir’s vor, als ob ich euch allein verstünde — so mag’s wohl mehrern Vorkommen.

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