2016-09-18

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Zelter 16.09.1822 (394)



394. An Zelter 16.09.1822

Zwar hätt’ ich gewünscht, daß der werte Freund seine Doris abzuholen gekommen wäre, denn es gibt doch in dieser wunderlichen Welt gar manches zu besprechen; da er aber außenblieb, so sei er hiedurch schönstens gegrüßt, wie auch die gute Doris, die uns stündlich lieber geworden.

Möge die Abschrift den Freund an seine heitere Reise frisch erinnern und ihm den Dank bringen, daß er auf derselben so liebenswürdig unserer gedacht hat. Seit meiner Rückkunft muß ich sehr geschäftig sein, davon denn Dir auch Zeit nach Zeit einiges mitgeteilt wird. Versäume nicht, das Gleiche zu tun; die Stunde fällt immer schneller wie der Stein im Fallen.

Da Du nichts als Vernünftiges unternimmst, so möge Dir alles gelingen.

Herr v. Henning, mein chromatischer Gehülfe, ist angekommen; ich darf hoffen, manches Gute soll gut gefördert werden.

Treulichst

Weimar, den 16. September 1822. G.

alle Briefe                                                                                                                                     weiter

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten an:

geologe.ef@gmx.de