23.09.2016

Gedichte von J.Kerner: Wanderung (137)



  Wanderung

Wohlauf und froh gewandert
Ins unbekannte Land,
Zerrissen, ach! zerrissen
Ist manches teure Band.

Ihr heimatlichen Kreuze,
Wo ich oft betend lag,
Ihr Bäume, ach! ihr Hügel,
O blickt mir segnend nach.

Noch schläft die weite Erde,
Kein Vogel weckt den Hain,
Doch bin ich nicht verlassen,
Doch bin ich nicht allein:

Denn, ach! auf meinem Herzen
Trag' ich ihr teures Pfand,
Ich fühl's, und Erd' und Himmel
Sind innig mir verwandt.
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