2016-11-18

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Goethe 12.04.1824 (433)



433. An Goethe 12.04.1824

Montag, 12. April 1824. 

»— einzusehen, daß in Berlin ein wunderliches Leben und Treiben, wenn man zu seinen vernünftigen Zwecken gelangen will, vorwalten muß.«

So mit dem Schlüsse Deines letzten Briefes fange dieses Blatt an und setze bloß hinzu, daß das Ganze eine artige Unterhaltung für Fremde sein mag, die wenigstens — sich müde zu laufen finden.

Heute habe ich Probe von der Passionsmusik, die der Kronprinz besuchen will; fast erwarte ich den König selber, welcher heute beim Kronprinzen zu Mittage speiset und nach Tisch wohl mitschlendert, welches mir recht angenehm sein würde, da er mir immer einmal wieder ein paar Friedrichs zuwerfen könnte.

Geheimer Rat Wolf, welcher über Weimar gehn will, verlangt etwas Briefliches, und so sende diese Zeilen mit. Weiß ich doch nicht einmal, ob Du mein Letztes mit dem zurückgesendeten Choralbuche schon in Händen hast.

Lebe wohlst, mein freundlichster Meister, und laß von Dir vernehmen

Deinen

12. April 1824.              Z.

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