2017-01-15

Gedichte von I.Liebenthal: Nun hängen die Saiten im Winde und weinen (14)





Nun hängen die Saiten im Winde und weinen.

Nun hängen die Saiten im Winde und weinen.
Ich rühre sie nimmer. Den schlafenden Steinen
und klagenden Vögeln sind sie gesellt
Ich ziehe von dannen und werde nicht sehen,
wie erster Fröste vernichtendes Wehen
die jammernde Leier am Boden zerschellt.

Geschlossenen Mundes, die Blicke erhoben,
vollbring ich die Wallfahrt, bis endlich von oben
zum Worte mich fordert, der keinen verstößt
Und führt bis zur Schwelle die schweigende Buße:
Ich weiß, daß die Güte dem jubelnden Gruße
des liebreich Empfangnen die Zunge dann löst.
alle Gedichte v.I.Liebenthal                                                                                                        weiter

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten an:

geologe.ef@gmx.de