05.01.2017

Gedichte von L.Dreves: Die wilden Stürme schlafen (14)



Die wilden Stürme schlafen

Die wilden Stürme schlafen,
Der Leidenschaften Wogen,
Die einst so hohl umbrauset
Mein Lebensschiff, sie ruhn;
Mein Herz ist in den Hafen
Des Friedens eingezogen,
Wo Aufruhr jüngst gehauset,
Herrscht tiefe Stille nun.

Ob meinem Haupte schweben
Seh' ich des Himmels Bläue,
Ich seh' die goldn' e Sonne
Mir strahlen ins Gesicht;
Wie Himmel, oh mein Leben,
Ist mir dein Aug', das treue,
Dein Lächeln voller Wonne
Ist mir wie Sonnenlicht.

O schön ist's, eingewieget
Von solchen weichen Armen,
Zu ruhn an solchem Herzen,
Zu ruhn an solcher Brust;
Um meine Seele schmieget
Sich inniges Erbarmen
Und alle, alle Schmerzen
In aufgelöst in Luft.
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