07.01.2017

Gedichte von L.Dreves: Kindersinn (29)





Kindersinn

Steht der Winter vor der Tür,
Streuend Reif, und Schnee nicht minder,
Sehnen sich die frohen Kinder
Nach des Sommers Blumenzier.

Aber bringt die Frühlingszeit
Saatengrün und Finkenlieder,
Fragt ihr Flattersinn schon wieder:
„Ist der Winter wohl noch weit?“

Also geht des Menschen Sinn,
Unzufrieden mit dem Heute,
Unaufhaltsam in die Weite
Einer schwanken Zukunft hin.

Doch wer so, dem Kinde gleich,
Wünscht, das nie Gewährung fehlet,
Weiß nicht, wie die Täuschung quälet,
Stets erfüllter Hoffnung reich.
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