31.01.2017

Gedichte von W. Michel: Der Jüngling (7)



Der Jüngling

In den tiefen Schachten meines Strebens
Bleibt mir meiner Sehnsucht Sinn verhohlen.
Oft erwach' ich von dem Trotz des Lebens —
Meine Stirn umblühen Nachtviolen.

Tags verlach' ich jedes dunkle Beben
Mit der Männer waffenhartem Hohne.
Nachts ertrag' ich mein geliebtes Leben
Wie ein junger König seine Krone.

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