31.01.2017

Gedichte von W. Michel: Der Sünder (9)



 Der Sünder

Ich sitze zitternd in der Enge
Und wäge meines Lebens Los
Und treibe neue Felsengänge
In alter Berge dunklen Schoss.

Da bricht ein Quell aus meinem Leben,
So überreich an Flut und Schwall.
Ein wildes Flehen um Vergeben
Bringt meine herbe Lust zu Fall.

Die ging am Tag mit harten Mienen
Und weint so wehe jetzt nach Tod.
Jetzt ist es Zeit, die Schuld zu sühnen,
Jetzt tut mir ein Vergeben not!

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