18.01.2017

L. DREVES: EIN ANDERES (16)



Ein Anderes

Rühret die Geigen, schlinget den Reigen,
Tanzet hinaus in das nächtliche Schweigen,
Seht, wie die hellen Sterne den Wellen
Freundlich die blitzenden Aeugelein zeigen.

Horcht, wie die düstern, schattigen Rüstern
Traulich ihr säuselndes Abendlied flüstern,
Seht auch die blauen Augen der schlauen
Elfen dahinter, neugierig und lüstern.

Das ist ein Lauschen, Säuseln und Rauschen
Heimliches Flüstern und Küsse-austauschen,
Doch ums Gestaltige hüllet der faltige
Mantel der Nacht seine denkenden Bauschen.

Aber mit Reigen, Sinken und Steigen
Deuten es an die geschwätzigen Geigen,
Darum, ihr Frohen, tanzt bis am hohen
Himmel die Flammen des Morgens sich zeigen.


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