2017-02-09

A.J.Schindler (v.d.Traun) : Menschenblut (26)



Menschenblut

Bei Bischofshofen
Vom Fels die Wellen toben,
Dort stand in Heidenzeiten
Ein Königsschloss erhoben.

Zu seinem Schutze
Hat man in seinen Quadern
Ein lebend Kind vermauert,
Dem man durchschnitt die Adern.

Der König dachte:
So stets auf festem Grunde!
Wie hat der Mann geheißen?
Wo ist sein Bau zur Stunde!?

Uralte Trümmer
Den öden Raum verdüstern,
Und aus dem Schatten höre
Ich eine Stimme flüstern:

„Was er gebauet,
Wird Keinen überdauern,
Der Menschenblut genommen

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