02.02.2017

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Zelter 26.04.1825 (455)



456. An Zelter 26.04.1825

Deine Rolle, mein Teurer, ist glücklich, zur rechten Zeit angekommen und gleich zum Buchbinder gewandert, damit er die mehrfachen Risse zuleimte, woran Du meine Vorsicht erkennst. Darauf erhielt sie Oberbaudirektor Coudray , welcher denn auch das nachgesendete Manuskript eures guten Ottmers nunmehr in Händen hat. Die Arbeiten des jungen Mannes kommen in diesem Augenblicke auch uns zugute. Möge beiden Teilen alles gelingen!

»Kunst und Altertum« besitzest Du nun; ich hoffe, Dir soll aus dieser meiner Winterunterhaltung im Frühling einiges entgegenblühen!

Herrn Hegel grüße zum schönsten und überlaß ihm das Doppelte in meinem Namen; er sollte auch ein Exemplar empfangen haben, aber ich kann die Versendung dieser Freundeshefte, so leicht es scheint, nicht in Ordnung halten; deswegen wußt’ ich auch nicht grade, ob Du schon eins besäßest.

Soviel für diesmal, da Gegenwärtiges nur zu Deiner Beruhigung dienen soll.

Treulichst

Weimar, den 26. April 1825.                              J. W. v. Goethe.

Rätsel nach dem Griechischen

Nicht sterblich, nicht unsterblich, aber von Natur 
Gebildet also, daß er nicht nach Menschenart 
Noch Götterweise lebe, sondern stets aufs neu 
Geboren werde, wechselweise zum Untergang; 
Gesehen von keinem, allen aber doch bekannt, 
Vorzüglich Kindern, die er sich besonders liebt.
?

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