16.02.2017

Gedichte v. Aloys Schreiber: Das Abendrot (6)




Das Abendroth

Du heilig, glühend Abendroth!
Der Himmel will in Glanz zerrinnen,
So scheiden Märterer von hinnen
Holdlächelnd in dem Liebestod.

Des Aufgangs Berge still und grau,
Am Grab des Tages die hellen Gluthen,
Der Schwan auf pupurrothen Fluthen,
Und jeder Halm im Silberthau!

O Sonne, Gottesstrahl, du bist
Nie herrlicher, als im Entfliehen,
Du willst uns gern hinüber ziehen,
Wo deines Glanzes Urquell ist.

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