19.02.2017

Gedichte v. Aloys Schreiber: Deutsches Bundeslied (32)





Deutsches Bundeslied

Brüder, diesen Siegeswein
Schenken mit stillem Danke ein!
In den Tagen,
Als er von der Kelter floß,
Wog der Himmel unser Loos,
Ward die Völkerschlacht geschlagen.

An dem Rheine, hell und stark
Quell er aus des Berges Mark!
In der Rufe
Sprang er auf mit Jugendmuth,
Wie das junge Heldenblut
Schäumend unterm Rosseshufe.

Reines, Deutsches Blut, es hat
Ausgesöhnt die Missethat.
Hell erheben
Dürfen wir das Angesicht,
Herrlich saß er zu Gericht
Dem die Höllenpforten beben.

Festlich kreise der Pokal,
Wie bey unsers Herren Mahl!
Große Stunde,
Die uns brüderlich vereint!
Eine neue Sonne scheint
Einem neuen Deutschen Bunde.

Treue hier und Treue dort,
Sey das heil' ge Losungswort.
Nimmer sprengen
Kann die Hölle diesen Ring,
Dem, der Gottes Weih' empfing,
Mag sie nicht ein Haar versengen.

Rhein, du alter Deutscher Strom,
Kaisergräber dort im Dom,
Graue Eichen
Aus der Väter Ehrenzeit,
Berge, durch ihr Blut geweiht,
Brüder, merkt auf diese Zeichen!

Soll noch ferner Wahn und Tand
Uns von Gott und Vaterland
Ruchlos trennen?
Fest und bieder, treu und rein,
Wie des Stromes Gold und Wein-

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