01.02.2017

Gedichte v. W. Michel: Dunkles Tal (15)



        Dunkles Tal

Rings der Nacht gewaltige Tat,
Die den schweren Sieg errungen.
Vor mir in den Dämmerungen
Bleich verlieret sich mein Pfad.

Dunkle Berge rings umbaun
Meinen Schritt im tiefen Grunde.
Schweigend von der hohen Runde
Schwarze Wälder niederschaun.

Winselnd einer Eule Schrei
Schrillt im Wald. Ein dumpfes Grauen
Packt mich an mit harten Klauen,
Schüttelt mich, und geht vorbei.

Mörder du im Himmel droben,
Feiger Tod, ich zittre nicht!
Da, am Berge hochgehoben,

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