02.02.2017

Gedichte v. W. Michel: Herbe Sehnsucht (25)



 Herbe Sehnsucht

Ich und mein grosser Jammer,
Wir weinen in der Gruft.
Kaum schickt in meine Kammer
Der Frühling seinen Duft.

Es kreist ein buntes Flirren
Rings um die heisse Stirn,
Und herbe Wünsche irren
Mit Knirschen durch mein Hirn.

Da lieg' ich wie im Meere,
Da steh' ich stumm, allein
In prachterfüllter Leere,
Ein Mensch mit Sinn und Sein —

Und kann es nicht erraffen,
Und trotzig knirscht mein Mut,
Als müsst' ich Menschen schaffen

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