2017-02-03

Gedichte v. W. Michel: Herbst (26)



 Herbst

An blassen Tagen, die der Herbst uns bringt,
Wann Winde wehen, deren Weg und Ziel
So sinnlos fremd wie ihre Wiege ist,
Erlebst du oft, dass sich dir Herz und Auge
Von einer wunderlichen Sehnsucht weiten.

Du wanderst still — ein Heimweh trieb dich aus —
Auf Wegen, die nach Tod und Liebe duften,
Auf Wegen, die sich in den Abend dehnen,
Auf Wegen, die an einsam dunklen Gärten
Sinnlos vorübertaumelnd sich verlieren.

Dich grüsst, vom Dorfe weit, ein blasses Kind.
Du sinnst und siehst es sinnend kaum. Du siehst

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