03.02.2017

Gedichte v. W. Michel: Leben (30)



Leben

Ein Schwert, in Blut getaucht,
Entzückt des Dichters Blick.
Ein Haus, das stürzend raucht,
Ist allen Volkes Glück.
Und eines Mannes Tod,
Der winselnd wo verendet,
Der sterbend Gott bedroht
Und fluchend ihn geschändet —
Er wärmt nach wenig Zeit
Wohl eines Jünglings Brust
Und macht das Herz ihm weit
Zu einer kurzen Lust.

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