2017-02-11

Gedichte von A.Friedmann: Das Schiff (4)



Das Schiff

Es zieht ein großes Sklavenschiff
Mit lebendem Ballast;
Wird nicht bedroht von Fels noch Riff,
Treibt stetig, ohne Hast!
Es ist auf einer langen Fahrt,
Die Ladung stirbt zu Hauf;
Doch Sklaven werden neugepaart,
Und Sklaven wachsen auf.
Es zieht schon eine Ewigkeit
Und wird an Last nicht leer,
Es wirft die Todten in die Zeit,
Der Ewigkeit in' s Meer!
Die Sonne ist der Steuermann,
Die Fracht des Zufalls Spott.
Nie kommt der Schiff, die Erde, an,
Der Eigner, der ist Gott!

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