2017-02-13

Gedichte von A.Friedmann: Vorahnung des Grabes (31)



Vorahnung des Grabes

Ich war verstimmt, weil mich die Welt verletzte,
Vergrämt, weil mit mir selber unzufrieden,
Vergesslich dessen, was mir Heils beschieden,
Was ehdem mich erfreut hat und ergezte!

In dieser müden Trauerstimmung setzte
Ich mich in Lindenschatten, den umfrieden
Mohnfelder. Alles was des Leids hienieden
Mich traf, vergaß ich-alles-und das letzte!

In Mittagsglut lief ein ich in den Hafen
Allsel'ger Ruh.-Es war der Tag verschlafen,
Wie ich noch keine Nacht verschlafen habe.

In der Zeit löschte Lehte jed Gedächtnis,
Wie Schrift im Sand war tiefsten Leids Vermächtniß-
So wird, so soll, so muß es sein im Grabe!

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