23.02.2017

Gedichte von Carl Busse: Dämmerstunde (11)




Dämmerstunde

Und Abend wards-es sank schon schwer
Die graue Stunde rings hernieder,
Ein Engel zieht nun um uns her
Mit fremdem, rauschendem Gefieder.
Auch unsrer Seele tiefstem Thal
Kommt still ein Glockenton gegangen,
Und süßer Sehnsucht Abendstrahl
Hat lindernd uns das Herz umfangen.

In sachtem Gange tickt die Uhr,
Das uns ihr Schlag auch garnicht störe,
Und leise singend braten nur
Noch Äpfel in der Ofenröhre.
Die Stimmen all des Tages ruhn,
Der letzte Lärm verließ die Gassen-
Was kann ich da wohl bessres thun
Als deine lieben Hände fassen?

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