24.02.2017

Gedichte von Carl Busse: Frühmorgen am Strande (23)




Frühmorgen am Strande

Nun bricht in Näh und Fernen
Eine große Stille herein,
Hoch über den letzten Sternen
Kann es nicht stiller sein.

Es schimmern blasser und blasser
Die Lichter der Nacht auf dem Meer,
Sie zittern auf dunklem Wasser
Verleuchtend hin und her.

Wie die Geister Verstorbener steigen
Aus den Wellen die Nebel empor,
Rings in dem heiligen Schweigen
Wagt sich kein Laut hervor.

Nur manchmal hallen dir wider
Aus Nacht und Nebelgrau
Die wehen, sterbenden Lieder
Der weißen Wasserfrau.

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