2017-02-28

Gedichte von Carl Busse: Nächtliche Stille (54)




Nächtliche Stille

Nun hat der Nachtwind sich gelegt
Und gab sich ganz dem Schlaf zu eigen,
Und was vor kurzem noch bewegt,
Ruht jetzt in regungslosem Schweigen.

Und wie das Schweigen draußen zieht,
Ist drin auch alles still geworden,
Selbst meiner Sehnsucht großes Lied
Starb in beruhigten Accorden.

Kaum ringt sich noch der Wunsch empor:
Mich selbst in tiefem Schlaf zu singen,
Der alles das, was ich verlor,
Im Traum mir würde wiederbringen.



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