2017-02-01

Gedichte von W. Michel: Dienstbarkeit (10)



  Dienstbarkeit

So spricht das Land zu meiner Träne:
Wie weit ich mich auch flüchtig dehne,
Der Zwinger eilt mir nach: die Stadt.
Schon siehst du ihre Häuser fliessen,
Die Weite steinern einzuschliessen.
Bald ist die Wiese hart und glatt.

So tönt — du musst es tönen lassen —
Dein Sehnsuchtslied auf allen Gassen
Zur Fronde der unwerten Lust.
Und sei es dir auch schwer zu tragen:
Auch du musst einstens Münzen schlagen

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