03.03.2017

C.Busse-Vagabunden: Die Eule (3)





Die Eule

Die Eule zieht auf Mäusefang,
Wenn alle still und dunkel ist,
Wohl hör' ich sie die Nächte lang,
Die du an meinen Herzen bist.

Gar leise geht aus finstrem Tann
Ihr Flug zu Feld und Hütte hier-
Viel leiser doch, du guter Mann,
Aus Nacht und Wald kommst du zu mir.

Und wenn ihr Schrei vom Rauchfang dringt,
Als höhne sie mein bisschen Glück-
Wohl schreck' ich auf, doch lächelnd sinkt
Mein Haupt in deinen Arm zurück.

Ich glaub nicht, was der Schäfer spricht,
Dass sie dem Tod den Weg bestellt,
Mich hat das Leben wärmer nicht,
Als wenn der Ruf der Eule gellt!

Und nie mein Herz so frisch und frei,
Und nie so jung und heiß mein Blut-
O hört' ich erst den nächsten Schrei

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