2017-03-06

C.Busse-Vagabunden: Es raucht ein Herd...... (25)




Es raucht ein Herd…

Es raucht ein Herd nach Osten zu,
Das Heimchen singt im stillen Haus,
Dort ging ein schöne stille Frau
In alten Jahren ein und aus.
Kein Bettler kam den Weg entlang,
Er zog denn fort mit Gruß und Dank.

Die Diele war so weiß gefegt,
So gastlich war der Tisch bestellt.
Aus diesem blanken Fenstern sah
Ich einst das erste Stückchen Welt.
Da lag ich lang auf Mutters Tuch
Und sprach mit meinem Bilderbuch.

Und wenn's im Hause Mittag schlug
Und rasselnd fiel das Uhrgewicht,
Nach unserm Vater sahn wir aus
Und wichen nicht und wankten nicht;
Mir ist, ich ihn die ganze Zeit
Wie eine Klett' an ihrem Kleid-.

Ich weiß nicht, ob der Herd noch raucht
Und noch am Herd das Heimchen singt,
Ob heut' noch jeder Bettler gern
Wie sonst an unser Thürlein klingt.
Nur Sonntags mein' ich dann und wann,
Ich träf' so alles wieder an.

Die Mutter stünde vor der Thür,
Die Augen schattend mir die Hand,-
Wie wenn ich von der Reise käm',
Und alles hätt' den alten Stand.
Ich hör' das Zirpen durch den Raum-

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