27.03.2017

C.Busse-Vagabunden: O großer Sabbath (85)





O großer Sabbath….

O großer Sabbath, deine Kerzen,
Wie leuchten sie so wunderbar,
Wie schwebt mit friedereichen Herzen
Durch ew' gen Glanz die sel'ge Schar!
Der dunkle Grund, den wir entstammen,
Ist ihren Augen längst verwischt,
Da in der Reinheit deiner Flammen
Das letzte Weh der Erde lischt.

Das Heimweh, dass sie einst umwoben,
Ihr Hoffnungstraum, ihr Sonntagsglück-
Es trug als Schwinge sie nach oben,
Hier ward es Last uns sank zurück.
Kein heißer Wunsch, der sie berührte,
Der stürmend ihren Frieden kränkt-
Die Sehnsucht, die sie drunten führte,
Hat sie und sich zum Ziel gelenkt.

Nur manchmal zwingt ihr Herz ein Beben,
Das ist ein Beben süß und bang,
Zu Flug und Brausen wird ihr Schweben,
Der Hauch des Mundes zum Gesang.
Die Sonne tönt, die Himmel hören,
Und immer lichter wird ihr Kleid,
Wenn sie in ew' gen Jubelchören
Sich nahn dem Herrn der Herrlichkeit.-

O großer Sabbath… Meinem Herzen
Ward Kampf und Not der Welt zuhauf-
Wann leuchten mir die ew'gen Kerzen?
Ich bin ein Pilger-nehmt mich auf!
Führt mich empor in euren Reigen
Und löst die letzte Bürde mir-
O laßt mich schlummern, laßt mich schweigen
Und soll voll Frieden sein wie ihr!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten an:

geologe.ef@gmx.de