18.03.2017

C.Busse-Vagabunden: Trutzgesang (76)




Trutzgesang

Und dauert es ein Jahrhundert noch,
Was wollt ihr euch wehren;
Ich schlag' euch doch!
Wenn ihr Mut habt, kommt her!
Ich bin kein schmachtender Werther,
Noch bin ich jung, noch lieb' ich die blitzenden
Schwerter:
Viel Feind' und viel Ehr!

Und das ist mein Sang:
Den Alten von Frundsberg hab' ich erkoren:
Und hab' es mir selbst in die Hand geschworen:
Dem leb' ich zu Dank!
Und so schlag ich in Nöten den trotzigen Zug,
Und seid ihr zehntausend, ihr seid nicht genug!
Mein' Waffen blitzen und so steh' ich hier,
Und der alte Herrgott steht auch bei mir.
Ich fürchte keinen-wer thut mir Bescheid?-
Nicht euch, Gesellen, nicht dich, o Zeit,
Viel Feind' und viel Ehr!

O Zeit, du hast ein gefräßig Maul,
Frißt Freuden und Schmerzen.
Du wirst nicht fressen, was heiß gebrannt
In diesem Herzen!
Das bleibt bestehn! Wenn wir längst in Ruh
Die Erde zum Kissen nahmen,
Dann schreiben die Enkel den Schluß dazu:

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