2017-04-16

Gedichte von S.A.Mahlmann: Des Jünglings Sehnsucht (8)





Des Jünglings Sehnsucht

Du, der der Herzen Harmonie
Zum Segen seiner Welt verlieh,
Gib, Gott der Liebe! mir ein Weib
Mit schöner Seel' und schönem Leib!

Voll sanftem Reiz und engelrein
Laß du ihr blaues Auge sein,
Und gieße holder Tugend Lust
In ihrer unschuldvolle Brust!

Gib ihr ein sanftes, gutes Herz
Voll Mitgefühl bei Freud' und Schmerz,
Das froh die ganze Welt umarmt
Und jedes Elends sich erbarmt.

Daß sie in düstrer Lebensnacht
Den schweren Traum mir heiter macht,
Daß sie von mir mit sanftem Kuß
Verscheucht des Lebens Ueberdruß!

Gibst du ein Weibchen mir so hold,
O frag' ich nichts nach Rang und Gold,
So kümmert mich kein Edelstein,
Der schönste Demant wär ja mein!

Dann bin ich froh, dann bin ich reich,
Dann leb' ich deinen Engeln gleich,
Dann blühn mir unterm niedern Dach
Der Freude Blumen tausendfach!

Und wenn des Lebens Sonne sinkt,
Dein Bote mir nach jenseits winkt,
Dann schlummr' ich, um bei dir zu sein,

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