26.04.2017

Gedichte von S.A.Mahlmann: Kommen und Gehen (20)



Kommen und Gehen

Kann sich je die Schöpfung schließen?
Fort wirkt ewig die Natur,
Neuen Daseins Keime sprießen
Durch die Saat der Weltenflur!
Lebenshauch erwärmt und wehet
Immer schön're Frucht ans Licht,
Der die große Saat gesäet,
Ruht von seiner Arbeit nicht!

Nah' ist ihm das weit Entfernte,
Sterben ist sein Lebenspfad;
Seine Saat ist seine Ernte,
Seine Ernte seine Saat!
Und so wandelt das Entstehen,
Das Verschwinden durch sein Haus:
Nimmer kann Geburt vergehen,
Nimmer stirbt das Sterben aus!

Nahn und Fliehen, Haß und Neigung,
Bildet Formen, löst sie auf;
Ist Geheimnis der Erzeugung,
Triebrad in des Daseins Lauf!
Tropfen, die am Halme schweben,
Und der Sonne Riesenball,
Sind durch gleicher Kräfte Leben
Hingestellt ins Weltenall!

Gleich ist Alles in dem Zuge,
Der empor und abwärts treibt!
Alles Dasein eilt im Fluge,
Aber Leben, Leben bleibt!
Heerden schwinden, schön're Heerden
Blühn empor nach fester Norm,
Sterben ist-verwandelt werden!
Und Geburt ist neue Form! 

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