28.04.2017

Gedichte von S.A.Mahlmann: Neujahrslied (22)



Neujahrslied

Zu dir, du ew'ge Gottesmacht,
Die aus geheimnißvoller Nacht
Ergießt den Strom der Zeit,
Zu dir, zu deinem lichten Tag
Ringt sich aus dunklen Wogenschlag
Der Geist mit Freudigkeit.

Auf heil' gen Säulen ruht es ja,
Und treu verbunden steht es da,
Das theure Vaterland:
So ströme in der Zeiten Fluth!
Uns schüze, oh Vater, Deine Hut;
Wir halten freudig Stand!

Wir stehn vereint und wanken nicht,
Und blicken auf zu deinem Licht
Mit ruhigem Vertraun;
Drum woll' auch du, erhabner Geist,
O du, den alles Leben preist,
Auf uns mit Gnaden schaun!

Und ihn, den wir der Liebe Gruß,
Der Herzen seligsten Erguß
Mit frommen Danke weihn,
Schließ' ihn, oh du getreuer Hort!
Schließ' unsern König fort und fort
In Heil und Segen ein!

An dessen Schutz er fest geglaubt,
Bekränze du sein Silberhaupt
Mit wohlverdientem Kranz!
Gieß' über sein erhabnes Haus
Den Reichthum deines Segens aus
Und deiner Gnade Glanz!-

Und wo ein Armer trauernd steht
Und wo ein Herz um Rettung fleht
Aus tiefer Angst und Noth,
Da rühre deiner Kinder Sinn,
Da sende deine Boden hin
Und rette sie vom Tod.

Dein ist die Stärke! steh' uns bei
Und mach' in Aller Herzen frei,
Was Muth und Hülfe schafft!
Mach uns im Glauben fest und kühn,
Laß Menschenliebe freudig glühn,
Und rüste sie mit Kraft!

Erleucht', oh Herr, dein Angesicht!
Weck' auf der Hoffnung Morgenlicht
In aller Treuen Brust!
Und was da lebt und was sich freut,
Das fühle, jugendlich erneut,
Des Lebens Lieb' und Lust!

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