2017-07-31

Briefwechsel J.W.v.Goethe und C.F.Zelter: An Zelter 18.03.1826 (501)



An Zelter 18.03.1826

Wie beikommendes Blatt, worauf ich großen Wert lege, den Kunstfreunden und Geistverwandten erscheinen mag, will ich ruhig erwarten. Der Beherrscher musikalischer Harmonien wird darin gewiß etwas Fugenartiges finden, wo das Mannigfaltigste sich zu bewegen, sich zu sondern, begegnen und zu antworten weiß. Dieses Blatt ward schon mit dem Stuttgarter »Kunstblatt« ausgeteilt; es kommt aber dort, weil es zusammengefaltet ist, nicht vollständig zur Erscheinung. Verwahre es wohl und denke darüber.

Tausend Grüße an den trefflichen Langermann; ich habe seine triftigen Worte der höchsten Behörde vorgelegt und erwarte nächstens das Weitere darüber zu hören. Dein Wertes, abgeschlossen den 4. März, mit angenehmen Beilagen, gibt manches zu denken.. Nächstens hoff ich Raum zu genügender Erwiderung zu finden; jetzt geht es gar bunt bei und neben mir zu, so daß ich dem Tag nicht hinreiche und er mir nicht. Ein treues Lebewohl!

Weimar, den 18. März 1826. Goethe.

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