2017-07-29

Gedichte von C.D.F.Schubert: An mein Vaterland (9)



An mein Vaterland

Heil dir, du liebes Vaterland,
Du Land voll Kraft und Muth!
Heil dir! dein Kaiserkronengold
Gabst du dem König Leopold ;
Wie groß ist er, wie gut!

Allüberall verkündet es
Metallner Donnerton.
Wenn du ein deutscher Bürger bist,
So jauchze laut! Dein Kaiser ist
Theresens weiser Sohn.

Die göttliche Religion
Hat ihn so gut gemacht,
Die göttliche Religion,
Sie, die des höchsten Herrschers Sohn
Auf unsre Welt gebracht.

Drum trägt die Wage er so stät,
Die ihm ein Engel gab,
Er wägt, gleich ist ihm Herr und Knecht,
Des Fürsten Recht, des Bettlers Recht
Auf gleichen Schalen ab.

Dem Weisen, Guten, Frommen ist
Sein Auge Sonnenschein;
Lohn glänzt für sie in seiner Hand.
Doch wird sein Auge Wetterbrand
Dem Lasterhaften sein.

Ihr Musen, stellt euch um ihn her,
Er ist den Musen hold,
Der guten Fürstin Sängerin
Tönt in die goldene Telyn
Den Namen Leopold .

Der Aufruhr, dessen Schwefelhauch
Die Herzen wild beflammt,
Flieht aus Thuiskons Eichenhain
Vor Leopold , zur ew'gen Pein
Im Höllenschlund verdammt.

Es herrscht des Himmels schönster Sohn,
Der Friede, weit und breit;
Mit ihm geht Duldung Hand in Hand
Durch unser liebes Vaterland,
Und Treu und Redlichkeit.

Ihr deutschen Brüder, mich durchdringt
Des Himmels Vorgefühl;
Es tönt zusammen Haupt und Glied
So himmlisch, wie ein hohes Lied,

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