2017-07-30

Gedichte von E.Blass: Der Abend (3)



Der Abend

Der tote Ton von Saiten, die gesprungen, 
Das Schreien wunder Stimmen ist verklungen, 
Mit Stöhnen ist das Tier, der Tag, verreckt.

Doch von den Höhen plötzlich welche Feier! 
Mit sühnend wundervollem Schleier 
Hat sich das Leben leise überdeckt.

Und Augen glänzen wie an hohen Festen. 
Und blasser seh ich das Geformte werden 
Und reicher und berauschender die Gesten.

Durchs Fenster kommt der Prunk der Nacht geglitten, 
Sei still, mein Lieb! Der Tag hat ausgelitten, 
Vielleicht, daß wir noch einmal glücklich werden!

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