29.07.2017

Gedichte von K.W.Rammler: Der Fuchs und die Trauben (7)



Der Fuchs und die Trauben

Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
 fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
 an einer hohen Mauer hing.
 Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
 allein beschwerlich abzuklauben.
 Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspäh’n.
 Umsonst! Kein Sprung war abzuseh’n.
 Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
 der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
 und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
»Was soll ich mir viel Mühe geben?
 Sie sind ja herb und taugen nicht.«


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