2017-08-07

Des Burschen Klage und Trost (8)



Des Burschen Klage und Trost

Lange von der Heimath Fluren
War ich weggebannt,
Fühlte tief des Heimweh's Spuren,
Zog in fernes Land!

Hatte keine Ruh' zu rasten,
Auch an keinem Ort,
Immer zog mit heißem Schmachten
Mich das Heimweh fort!

Warum mußt' ich wandern gehen
In ein fernes Land?-
Mußte, die ich liebe, lassen
In des Schicksals Hand?-

O, wie zieht's mich mächtig eben
Zu der Guten hin!
Wo ich ruhe, wo ich raste
Kommt mir's in den Sinn!

Und ich darf nicht bei ihr weilen,
O, Du grausam Geschick!
Triebst mich aus der Heimath Fluren
Fern vom meinem Glück!

Glück und Glas sind halb zerbrochen!
Wandern muß ich noch;
Nur ein Trost bei allen Leiden,
Dieser blieb mir doch:

„Nicht für ewig soll wandern,
Nur drei Jahr' es sind;
Dann zurück zur süßen Heimath
Wand're ich geschwind!“

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