2017-08-03

Emil Alphons Rheinhardt Gedichte: Auf Wache in der Nacht (2)



   Auf Wache in der Nacht

Als ein Ding, gesellt den Dingen,
Steht mein Gesicht in der Nacht.
Falter stoßen daran,
Ruhn einen Augenblick auf mir.
Und das Versteinte betet:
Ruhig sein ist so schön.
Laß mich ruhig sein, Leben!
Langsam wachsen, leicht vergehen,
Ohne Hoffnung, bei den Dingen,
Kaum noch atmend.
Ganz gegeben an den stillen
Vorgang, der ich bin.
Kaum noch rauschen in den Winden,
Blütelos und nur Gefährte
Allem Ruhigen, Erwachsenen,
Das sehr tief im Leben ist.

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