03.08.2017

Emil Alphons Rheinhardt Gedichte: Abendlicher Blick aus dem Fenster (1)



Abendlicher Blick aus dem Fenster

Über der zerstückten Stille der Nachmittagsgärten
Bereitet sich viele Kühle aus Blau
Und aus unvermenschlichter Sonne,
Für sich Tag zu sein, unduftig, unheimelich.
Unter dem vollkommenen Himmel
Schicken die Gärten sich an, Abend zu haben.
Übereilt regt sich der Zierat von Kindern an ihnen,
Sinnlos werdend, kräuselt sich und weht hin.
Rasen entfaltet sein Nur-Grün.
Beete treten aus Ordnung
In sanfte Blumengeselligkeit ein.
In der Höhle unter der Buchenkrone
Ist ein vergessener Fleck glühgolden,
Den die entrückte Sonne nicht mehr mit heimnimmt.
Langsam belädt er sich mit Gefühl,
Vereinsamender und menschlich.
Da Dach und Turm sich aufgeben,
Überrein.
Tiefe Entseelung hebt Himmel aus dem Raum
Und drängt die Menschenwurzeln tiefer
In schattende Erde,
Indes das Haar vielleicht noch

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Nachrichten an:

geologe.ef@gmx.de