2017-08-04

Emil Alphons Rheinhardt Gedichte: Stillwerden (15)



 Stillwerden

Schwach beduftet von alter Sternbotschaft
Schwenke ich den Mischkrug willigen Schicksals,
Leicht gärend, vielfältiger kleiner Gerüche voll,
Bis allgemeiner, nachtkräftiger Hauch ruhigen Lebens
daraus steigt.
Selbstverständliche Zuständlichkeit
Biegt den großen Bogen eben,
Webt verblassende Fäden fröhlich in die Matte ein.
In der Frühlinge an Herbsten ruhn,
Tote an hellen Blicken, der Geist an der Liebe;
Und auf der ich ausgestreckt ruhe,
Indes Fiber und Gefäß gemach sich um das Schifflein
legen,
Und der freundliche Ich-Zierat
Sanft buntet in alter Sternbotschaft.

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