2017-12-16

GEDICHTE-LIED Eichrodt bis Hölderlin (12)


2017-12-09

2017-12-06

2017-12-03

Epilog: Schlußteil oder Nachwort eines literarischen Werkes..................



griechisch: epilogos- Schluß oder Nachwort

Schlußteil oder Nachwort eines literarischen Werkes. Oft ersuchen Epiloge um Zustimmung oder Nachsicht oder sie ziehen eine moralische Zusammenfassung. Schon in der mittelalterlichen Literatur findet man Epiloge die sich direkt an den Leser oder Zuhörer wenden. (W.v.Eschenbach- Parsival) In den Chroniken dieser Zeit sowie später in Romanen finden sich Epiloge. Auch auf dem Theater, nach Beendigung der Haupthandlung, werden oft, von einem Schauspieler vorgetragen, Epiloge verwendet. Terenz und Plautus führten den Epilog in die römische Komödie ein. (3./2. Jahrhundert v. Chr.) Sehr beliebt war der Epilog während der Zeit der Renaissance und des Barocks. So schrieben z.b. H. Sachs und W. Shakespeare Epiloge zu ihren Dramen. Auch im modernen Drama wird nicht auf den Epilog verzichtet. (B. Brecht-Der gute Mensch von Sezuan)




Tagelied: aus der mittelhochdeutschen Lyrik................


Von Dietmar von Aist etwa 1170 übernommene Liedgattung aus der mittelhochdeutschen Lyrik. Geschildert wird der Abschied eines Ritters von seiner Dame nach einer durchlebten Liebesnacht. Meist wird das Tagelied in 3 Strophen gedichtet. In der ersten Strophe wird geschildert wie die Geliebte am Morgen erwacht. Eine Variante des Tageslied ist das Wächterlied wo ein Wächter den Ritter zum Aufbruch auffordert. Die folgenden Strophen sind oft ein Wechsel der Rede des Paares und beinhaltet die Klage der beiden wegen der bevorstehenden Trennung. Als Verabschiedung gewährt die Frau ihren Geliebten eine nochmalige Hingabe. Zwar steht das Tagelied zum Gegensatz zur Minne aber hatte doch eine weite Verbreitung. Bekannte Dichter dieser Liedform waren W.v.Eschenbach, W.v.d.Vogelweide oder O.v.Wolkenstein. Eine weitere Variante kannte das Spätmittelalter als das geistliche Tagelied aufkam. Das Lied hat hier die Aufgabe die Gemeinde zu mahnen. 


Dichterische Freiheit: Ist die mutwillige Abweichung .....


Ist die mutwillige Abweichung vom Sprachgebrauch in einer Dichtung. Die Abweichung wird vorgenommen indem der Autor Rücksicht auf Rhythmus und Versmaß nimmt. Stilistische Gründe oder der Steigerung der Aussagekraft eines Werkes sind weitere Beweggründe, um Abweichungen, die unter die dichterische Freiheit fallen, vorzunehmen. Von dichterischer Freiheit wird ebenfalls gesprochen wenn der Autor in einem Werk geschichtliche Tatsachen ignoriert um so der dichterische Idee, die übergeordnet betrachtet wird, genüge zutun.